Tiefgehende Forschung und Expertenratgeber zur Erhaltung Ihrer Sehgesundheit.
Gesichtsfeld
Das Gesichtsfeld ist der Bereich, den man sehen kann, ohne die Augen oder den Kopf zu bewegen. Wenn man auf einen Punkt schaut, umfasst es sowohl das zentrale Sehen, mit dem man Details erkennt, als auch das periphere Sehen, das Bewegung und Orientierung wahrnimmt. Es wird fĂŒr jedes Auge getrennt gemessen und in Grad angegeben; zusammen ergibt sich das beidĂ€ugige Sichtfeld. Störungen zeigen sich als AusfĂ€lle oder blinde Flecken (Skotome) oder als eine Einengung, die man oft als Tunnelblick bezeichnet. Viele Augenkrankheiten, aber auch Störungen im Gehirn, beeinflussen das Gesichtsfeld frĂŒher als die klassische SehschĂ€rfe.
Die ĂberprĂŒfung des Gesichtsfeldes erfolgt mit speziellen PrĂŒfungen, etwa der Perimetrie, bei der an verschiedenen Stellen Lichtpunkte dargeboten werden, um AusfĂ€lle zu erkennen. Solche Tests helfen, Probleme frĂŒh zu entdecken, ihren Verlauf zu verfolgen und Behandlungen zu planen. Im Alltag wirkt sich ein eingeschrĂ€nktes Gesichtsfeld auf Lesen, Autofahren, Treppensteigen und das Erkennen von Hindernissen aus und kann die MobilitĂ€t und Sicherheit stark beeintrĂ€chtigen. Menschen mit Verlust der Peripherie haben oft gröĂere Schwierigkeiten, sich in ungewohnten Umgebungen zurechtzufinden und ihre SelbststĂ€ndigkeit zu erhalten. Deshalb sind regelmĂ€Ăige Kontrollen beim Augenarzt wichtig, besonders bei Risikofaktoren wie hohem Augeninnendruck, Diabetes oder familiĂ€rer Vorbelastung.