Hirnstimulation bei Glaukom: tDCS, TMS und Modulation des visuellen Kortex
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Test jetzt startenTranskranielle Gleichstromstimulation (tDCS) ist ein nicht‑invasives Verfahren, bei dem ein schwacher, konstanter Strom über Elektroden auf der Kopfhaut geleitet wird. Ziel ist es, die Erregbarkeit von Nervenzellen im Gehirn leicht zu verändern, so dass bestimmte Bereiche vorübergehend aktiver oder weniger aktiv werden. Dabei werden zwei oder mehr Elektroden mit einer geringen Stromstärke (meist 1–2 mA) auf der Kopfhaut platziert, wodurch die elektrische Aktivität unter den Elektroden moduliert wird. Die Wirkung beruht darauf, dass der Strom die Membranpotentiale von Nervenzellen beeinflusst und so die Wahrscheinlichkeit von spontaner Aktivität erhöht oder verringert. Die Anwendung ist in der Regel schmerzarm; viele Menschen spüren nur ein leichtes Kribbeln, Wärmegefühl oder ein Ziehen an der Elektrode. tDCS wird sowohl in der Forschung als auch in der medizinischen Praxis eingesetzt, um kognitive Leistungen, Stimmung oder die Rehabilitation nach Hirnschädigungen zu untersuchen und zu unterstützen. Beispiele sind Verbesserungen von Aufmerksamkeit, Unterstützung beim motorischen Training nach Schlaganfall oder ergänzende Maßnahmen bei depressiven Beschwerden. Wichtig ist, dass die Effekte oft subtil sind und stark von der genauen Elektrodenplatzierung, Stromstärke und Anwendungsdauer abhängen. Die Methode ist nicht für alle Personen geeignet; Menschen mit bestimmten Implantaten, Epilepsie oder schweren Herzproblemen sollten vor einer Anwendung mit Fachärzten sprechen. Kurzfristige Nebenwirkungen sind meist mild und vorübergehend, doch ein verantwortungsvoller Einsatz und standardisierte Protokolle sind nötig, um Risiken zu minimieren. Insgesamt bietet die transkranielle Gleichstromstimulation vielversprechende Möglichkeiten, wird aber weiterhin intensiv erforscht, um Nutzen, Grenzen und langfristige Sicherheit besser zu verstehen.