Zirkadiane Biologie, ipRGCs und Neuroprotektion bei Glaukom
Einfach ausgedrückt: Da Glaukom genau jene Zellen schädigt, die unserem Körper sagen, wann er aufwachen und schlafen soll, kann ein Teufelskreis...
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Einfach ausgedrückt: Da Glaukom genau jene Zellen schädigt, die unserem Körper sagen, wann er aufwachen und schlafen soll, kann ein Teufelskreis...
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Test jetzt startenipRGCs sind spezielle Nervenzellen in der Netzhaut, die Licht direkt wahrnehmen können, weil sie ein eigenes lichtempfindliches Pigment besitzen. Anders als die Fotorezeptoren, die scharfe Bilder erzeugen, melden diese Zellen vor allem Informationen über Helligkeit und Lichtqualität an Gehirnzentren weiter. Sie steuern wichtige nicht-visuelle Reaktionen wie die Anpassung der Pupille, die Synchronisation der inneren Uhr und die Hemmung des Schlafhormons Melatonin bei Helligkeit. ipRGCs verbinden die Augen direkt mit Bereichen des Gehirns, die unsere Wachheit, den Schlaf-Wach‑Rhythmus und bestimmte hormonelle Prozesse regulieren. Weil sie auf kurzwellige, bläuliche Anteile des Lichts besonders sensibel reagieren, beeinflussen sie stark, wie Licht unsere biologische Uhr setzt. Störungen oder Schäden an diesen Zellen können deshalb Schlafprobleme, Störungen der zirkadianen Organisation und veränderte Lichtempfindlichkeit zur Folge haben. In der Forschung und Medizin sind ipRGCs wichtig, weil sie erklären, wie Licht nicht nur das Sehen, sondern auch viele körperliche Funktionen steuert, und weil sie Ansatzpunkte für Therapien wie gezielte Lichtbehandlung oder Schutzmaßnahmen bieten. Insgesamt sind diese Zellen Schlüsselvermittler zwischen Umgebungslicht und vielen grundlegenden Körperfunktionen.