Tiefgehende Forschung und Expertenratgeber zur Erhaltung Ihrer Sehgesundheit.
Retinitis pigmentosa
Retinitis pigmentosa ist eine erbliche Erkrankung der Netzhaut, bei der lichtempfindliche Zellen nach und nach verloren gehen. Meist beginnen die Beschwerden mit Problemen bei Dämmerung und Nacht, weil zuerst die Stäbchen betroffen sind. Betroffene bemerken oft einen fortschreitenden Verlust des seitlichen Sehens, sodass das Sichtfeld sich auf einen Tunnel verengt. Da viele verschiedene Gene beteiligt sein können, verläuft die Krankheit bei jeder Person unterschiedlich schnell und stark.
Eine vollständige Heilung gibt es bislang nicht, doch es gibt mehrere Forschungsansätze und Behandlungsstrategien. Dazu gehören Gentherapien, Zelltherapien, lichtempfindliche Medikamente und elektronische Sehhilfen. Frühe Diagnose, genetische Beratung und Rehabilitationsmaßnahmen helfen, den Alltag besser zu organisieren und die Lebensqualität zu erhalten. Technische Hilfsmittel wie Vergrößerungen, Orientierungshilfen und unterstützende Software können zudem viel Entlastung bringen.