Taurin und das Überleben retinaler Ganglienzellen über die gesamte Lebensspanne
Taurin spielt über seine Rolle als Nährstoff hinaus wichtige zelluläre Funktionen. In der Netzhaut fungiert es als organisches Osmolyt, das Zellen...
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Taurin spielt über seine Rolle als Nährstoff hinaus wichtige zelluläre Funktionen. In der Netzhaut fungiert es als organisches Osmolyt, das Zellen...
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Test jetzt startenTaurin ist eine organische Verbindung, die oft als Aminosäureähnlich beschrieben wird und im Körper viele Aufgaben übernimmt, besonders im Nervensystem und in der Netzhaut. Es hilft, Zellen vor Stress zu schützen, reguliert den Wasser- und Salzhaushalt in Zellen und stabilisiert Zellmembranen, was für empfindliche Nervenzellen wichtig ist. In der Netzhaut ist Taurin besonders reichlich vorhanden und unterstützt das Überleben von Nervenzellen, die Lichtreize weiterleiten. Außerdem wirkt es als Antioxidans und kann die Mitochondrien — die Kraftwerke der Zelle — schützen, wodurch Zellen weniger schnell geschädigt werden. Der Körper kann Taurin teilweise selbst herstellen, einen großen Teil nimmt man aber über die Nahrung auf, vor allem durch Fleisch und Fisch. Ein Mangel an Taurin kann die Sehfunktion beeinträchtigen, weshalb es gerade für Säuglinge und Menschen mit bestimmten Ernährungsweisen relevant ist. In der Forschung wird Taurin als mögliche Ergänzung untersucht, um Nervenzellen zu schützen und das Fortschreiten bestimmter Augenerkrankungen zu verlangsamen. Bevor man größere Mengen als Ergänzung einnimmt, ist es sinnvoll, Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt zu halten, weil individuelle Risiken und Wechselwirkungen zu beachten sind.