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Yamanaka-faktoren

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Yamanaka-Faktoren

Die Yamanaka-Faktoren sind vier spezielle Proteine, die Zellen dazu bringen können, ihren spezialisierten Zustand zurückzudrehen und in einen pluripotenten Zustand zu gelangen. Diese Proteine wirken als Transkriptionsfaktoren und verändern, welche Gene in einer Zelle an- oder ausgeschaltet werden. Wenn man diese Faktoren in eine normale Körperzelle einführt, kann die Zelle sich in einen Zustand versetzen, der dem einer embryonalen Stammzelle ähnelt. Solche induzierten pluripotenten Stammzellen lassen sich zu vielen verschiedenen Zelltypen weiterentwickeln, zum Beispiel zu Nervenzellen, Hautzellen oder Netzhautzellen. Das macht die Methode wichtig für die regenerative Medizin, weil sie die Möglichkeit eröffnet, beschädigte Gewebe zu ersetzen oder Patientenzellen zur Forschung zu nutzen. Ein großer Vorteil ist, dass dabei ethische Fragen um die Nutzung embryonaler Zellen umgangen werden. Gleichzeitig gibt es Risiken: Die Reprogrammierung kann genetische Veränderungen hervorrufen oder das Risiko von Tumorbildung erhöhen. Forscher arbeiten daran, die Verfahren sicherer zu machen, etwa durch bessere Methoden zur Einführung der Faktoren oder durch den Verzicht auf Faktoren, die als krebserregend gelten. Insgesamt sind die Yamanaka-Faktoren ein mächtiges Werkzeug für moderne Forschung und potenzielle Therapien, benötigen aber noch sorgfältige Weiterentwicklung und Prüfung.