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VEP

VEP steht für Visual Evoked Potential und bezeichnet eine messbare elektrische Reaktion des Gehirns auf einen visuellen Reiz. Bei der Untersuchung werden einfache Lichtblitze oder Muster gezeigt, während Elektroden auf der Kopfhaut die Aktivität der Sehbahn und der Sehrinde aufzeichnen. Die Messung gibt Auskunft darüber, wie schnell und wie stark die Nervenbahnen vom Auge zum Gehirn Signale übertragen. Das ist besonders hilfreich, um Schäden am Sehnerv oder Störungen der visuellen Verarbeitung zu erkennen, auch wenn die Betroffenen selbst kaum Beschwerden haben. VEPs werden klinisch eingesetzt, um Erkrankungen wie Entzündungen oder Durchblutungsstörungen besser einzuordnen. In der Forschung helfen sie außerdem, Veränderungen in der kortikalen Verarbeitung zu beobachten, etwa bei Lernen, Rehabilitation oder altersbedingten Veränderungen. Weil die Methode nicht invasiv ist und relativ einfache Messgeräte benötigt, ist sie gut für Verlaufskontrollen und für Kinder geeignet. Allerdings sagen VEPs allein nicht alles über Sehen oder Sehleistung, sie müssen zusammen mit anderen Untersuchungen bewertet werden. Zusammengefasst ist die VEP-Untersuchung ein objektives Werkzeug, um die Funktion der visuellen Bahn zu beurteilen und Behandlungserfolge oder Krankheitsverläufe zu überwachen.