Die Darm-Augen-Achse: Probiotika, Metaboliten und Augeninnendruck
Die Darm-Augen-Achse und die Augengesundheit Das sich entwickelnde Konzept einer Darm-Augen-Achse erkennt an, dass Darmmikroben und ihre Produkte das...
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Die Darm-Augen-Achse und die Augengesundheit Das sich entwickelnde Konzept einer Darm-Augen-Achse erkennt an, dass Darmmikroben und ihre Produkte das...
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Test jetzt startenDas okuläre Mikrobiom bezeichnet die Gemeinschaft von Mikroorganismen, die die Oberfläche des Auges und seiner angrenzenden Bereiche besiedeln. Dazu gehören Bakterien, Viren und manchmal auch Pilze, die sich auf der Bindehaut, der Hornhaut, den Lidern und im Tränenfilm finden können. Lange war man der Meinung, das Auge sei weitgehend steril, doch neuere Forschungen zeigen, dass dort eine stabile, wenn auch weniger dicht besiedelte, mikrobielle Gemeinschaft existiert. Diese Mikroben sind nicht nur harmlose Gäste: sie können die Abwehr des Auges unterstützen, indem sie schädliche Keime in Schach halten und das Immunsystem „trainieren“. Gleichzeitig beeinflussen sie Entzündungen, die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit und die Heilung von kleinen Verletzungen an der Augenoberfläche. Veränderungen in dieser Gemeinschaft, genannt Dysbiose, werden mit Erkrankungen wie trockenen Augen, Lidrandentzündungen, wiederkehrenden Infektionen oder verzögerter Wundheilung in Verbindung gebracht. Solche Veränderungen können durch übermäßigen Gebrauch von Antibiotika, schlechte Hygiene, Kontaktlinsen oder allgemeine Gesundheitszustände beeinflusst werden. Forscher untersuchen das okuläre Mikrobiom mithilfe moderner Methoden wie DNA-Sequenzierung, um herauszufinden, welche Mikroben normal sind und welche bei Krankheiten eine Rolle spielen. Das Wissen darüber hat praktische Bedeutung: Es könnte zu besseren Diagnosen, gezielteren Therapien und sogar mikrobiom-basierten Behandlungen führen, die das Gleichgewicht wiederherstellen. Für den Alltag heißt das, dass schon einfache Maßnahmen wie angemessene Lidhygiene, vorsichtiger Umgang mit Kontaktlinsen und sparsamer Antibiotikagebrauch das Gleichgewicht dieses Mikrokosmos unterstützen können. Insgesamt hilft das Verständnis des okulären Mikrobioms, die Ursachen vieler Augenprobleme besser zu verstehen und neue, schonendere Behandlungswege zu entwickeln.