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8-OHdG
8-OHdG steht für 8-Hydroxy-2'-deoxyguanosin und ist ein chemisches Abbauprodukt der DNA, das bei oxidativem Stress entsteht. Wenn freie Radikale die Erbsubstanz angreifen, kann dieses Molekül gebildet und später im Körper abgebaut werden. Deshalb nutzen Forschende und Ärztinnen und Ärzte 8-OHdG als Hinweis darauf, wie stark die DNA durch Oxidation geschädigt wurde. Ein erhöhter Wert bedeutet nicht automatisch eine Krankheit, zeigt aber an, dass Zellen stärker belastet sind als üblich. Messungen erfolgen häufig im Urin oder im Blut und geben einen Überblick über die Gesamtbelastung des Körpers durch oxidative Prozesse.
Das ist wichtig, weil DNA-Schäden langfristig zu Funktionsverlust, Entzündungen oder zu chronischen Erkrankungen beitragen können. Durch das Überwachen von 8-OHdG lassen sich Effekte von Lebensstiländerungen, Medikamenten oder Nahrungsergänzungen verfolgen. Allerdings beeinflussen viele Faktoren die Messung, etwa Ernährung, Rauchen, körperliche Aktivität und die Art der Probenaufbereitung. Darum sollten Werte stets im Zusammenspiel mit anderen Befunden und dem klinischen Gesamtbild bewertet werden. Trotz dieser Einschränkungen ist 8-OHdG ein hilfreiches Werkzeug, um frühzeitig auf erhöhte Zellbelastung aufmerksam zu werden und gegebenenfalls präventive Maßnahmen zu planen.