Kollagenpeptide und das Trabekelwerk: Mechanistische Zusammenhänge mit dem Augeninnendruck
In einem gesunden Auge arbeiten TM und SC wie ein Leitungssystem zusammen. Das TM ist ein schwammartiges, poröses Gewebe, das von Endothelzellen...
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In einem gesunden Auge arbeiten TM und SC wie ein Leitungssystem zusammen. Das TM ist ein schwammartiges, poröses Gewebe, das von Endothelzellen...
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Die extrazelluläre Matrix ist das Netzwerk aus Proteinen und Zuckerketten, das die Zellen in jedem Gewebe umgibt. Zu ihren Hauptbausteinen gehören Kollagen, Elastin, Proteoglykane und Adhäsionsproteine wie Fibronectin und Laminin. Dieses Gerüst gibt dem Gewebe Form und mechanische Stabilität und bestimmt, ob es eher fest, elastisch oder gelartig ist. Die Matrix ist nicht nur passives Material, sie sendet auch Signale an die Zellen und beeinflusst deren Verhalten. Zellen spüren die Beschaffenheit der Matrix und passen ihre Teilung, Bewegung und Reifung daran an. Die Zusammensetzung und Struktur der Matrix verändern sich bei Wundheilung, Alterung oder Krankheiten wie Fibrose und Krebs. Solche Veränderungen können zu steiferem Gewebe, schlechterer Nährstoffversorgung oder gestörter Zellfunktion führen. In der Medizin ist die Matrix deshalb wichtig, weil sie Heilungsprozesse beeinflusst und ein Ziel für Therapien sein kann. In der Forschung werden zum Beispiel künstliche Matrizen entwickelt, um Gewebe zu reparieren oder als Ersatz zu dienen. Wer die extrazelluläre Matrix versteht, versteht besser, wie Gewebe gesund bleiben oder krank werden.