Kollagenpeptide und das Trabekelwerk: Mechanistische Zusammenhänge mit dem Augeninnendruck
In einem gesunden Auge arbeiten TM und SC wie ein Leitungssystem zusammen. Das TM ist ein schwammartiges, poröses Gewebe, das von Endothelzellen...
Tiefgehende Forschung und Expertenratgeber zur Erhaltung Ihrer Sehgesundheit.
In einem gesunden Auge arbeiten TM und SC wie ein Leitungssystem zusammen. Das TM ist ein schwammartiges, poröses Gewebe, das von Endothelzellen...
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TGF‑Beta steht für „transformierenden Wachstumsfaktor Beta“ und ist ein kleines Signalprotein, das von vielen Zelltypen im Körper ausgeschüttet wird. Es wirkt wie ein Botenstoff: Zellen senden es aus und andere Zellen erkennen es, wodurch ihr Verhalten verändert wird. TGF‑Beta beeinflusst grundlegende Prozesse wie Zellwachstum, Differenzierung, Vermehrung und die Produktion von Bausteinen der Umgebung, in der Zellen sitzen. Es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems und bei der Reparatur von Gewebe nach Verletzungen. TGF‑Beta ist deshalb so bedeutsam, weil es sowohl bei normaler Heilung als auch bei krankhaften Veränderungen eine Schlüsselrolle spielt. Bei zu starker oder zu langer Aktivität kann es zu übermäßiger Narbenbildung und Fibrose kommen, also zur Ansammlung von Bindegewebe, die die Funktion eines Organs stört. In Augen, Lunge, Leber oder Niere wird TGF‑Beta deshalb oft mit chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Außerdem kann es in bestimmten Situationen das Wachstum von Krebszellen beeinflussen. Wegen dieser breit gefächerten Wirkung ist TGF‑Beta ein wichtiger Forschungsgegenstand und ein mögliches Ziel für Therapien, die Heilung unterstützen oder krankhaften Umbau verhindern wollen.