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Steroid-augendruck

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Steroid-Augendruck

Steroid-Augendruck bezeichnet einen Anstieg des Drucks im Auge, der als Nebenwirkung von Kortison-haltigen Medikamenten auftreten kann. Kortisonpräparate verändern die Abflusswege der Augenflüssigkeit, sodass sie schlechter abfließt und sich der Druck im Innenauge erhöht. Dieser Druckanstieg kann bei Augentropfen, bei systemischer Kortisonbehandlung, aber auch bei inhalativen oder hautnah angewendeten Präparaten entstehen, wenn sie in der Nähe der Augen angewandt werden. Häufig bemerken Betroffene anfangs keine Beschwerden, deshalb wird eine Druckerhöhung oft erst bei einer Untersuchung entdeckt. Der Effekt ist besonders wichtig, weil anhaltend hoher Augeninnendruck den Sehnerv schädigen und zu dauerhaftem Sehverlust führen kann. Manche Menschen sind stärker anfällig — sogenannte „Steroid-Responder“ zeigen bei Kortisongabe deutlichere Druckanstiege, und wer bereits Glaukom hat oder familiär vorbelastet ist, trägt ein höheres Risiko. Ärztinnen und Ärzte empfehlen deshalb, den Augendruck während und nach einer Kortisonbehandlung regelmäßig zu kontrollieren. Falls der Druck ansteigt, wird versucht, die Dosis zu reduzieren, das Präparat zu wechseln oder drucksenkende Augentropfen zu geben; in seltenen Fällen sind operative Eingriffe nötig. Früherkennung und engmaschige Kontrollen machen den Unterschied, weil rechtzeitiges Handeln dauerhafte Schäden oft verhindert.