Kortikale Plastizität und perzeptuelles Lernen: Kann das Gehirn Sehnervenschäden kompensieren?
Interessanterweise sind sich viele Glaukompatienten ihrer blinden Flecken kaum bewusst. Dieses perzeptuelle Auffüllen – bei dem das Gehirn fehlende...
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Interessanterweise sind sich viele Glaukompatienten ihrer blinden Flecken kaum bewusst. Dieses perzeptuelle Auffüllen – bei dem das Gehirn fehlende...
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Test jetzt startenSehtraining bezeichnet strukturierte Übungen und Programme, die darauf abzielen, das Sehen und die visuelle Verarbeitung gezielt zu verbessern. Dazu gehören Augenbewegungsübungen, Koordinationsübungen, computerbasierte Aufgaben zur Kontrast- oder Detailerkennung und spezifische Wahrnehmungsübungen. Ziele können die Verbesserung der Sehschärfe, die Stärkung der Zusammenarbeit beider Augen oder die feinere Unterscheidung visueller Reize sein. Sehtraining nutzt die Anpassungsfähigkeit des Gehirns und basiert oft auf Prinzipien des perzeptuellen Lernens und kortikaler Plastizität. Die Übungen werden meist individuell angepasst und erfordern regelmäßige Wiederholung über Wochen oder Monate, damit Verbesserungen sichtbar werden. Sehtraining kann Menschen mit unterschiedlichsten Problemen helfen, zum Beispiel bei angeborenen Sehstörungen, nach Verletzungen oder bei altersbedingten Einschränkungen. Dabei sind realistische Erwartungen wichtig: nicht alle Defizite lassen sich vollständig beheben, aber viele Alltagssituationen können deutlich erleichtert werden. Professionelle Anleitung durch Augenärzte, Orthoptisten oder Spezialtherapeuten erhöht die Erfolgschancen, weil das Training gezielt gesteuert und an Fortschritte angepasst wird. Für viele Betroffene bedeutet systematisches Sehtraining mehr Unabhängigkeit und eine verbesserte Lebensqualität.