Künstliches Sehen bei Endstadium-Glaukom: Netzhaut- vs. kortikale Prothesen
Künstliches Sehen bei Endstadium-Glaukom: Netzhaut- vs. kortikale Prothesen Fortgeschrittenes Glaukom zerstört den Sehnerv und die retinalen Ganglienz...
Tiefgehende Forschung und Expertenratgeber zur Erhaltung Ihrer Sehgesundheit.
Künstliches Sehen bei Endstadium-Glaukom: Netzhaut- vs. kortikale Prothesen Fortgeschrittenes Glaukom zerstört den Sehnerv und die retinalen Ganglienz...
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Test jetzt startenKünstliches Sehen beschreibt technische Ansätze, die Menschen mit schwerer Sehbehinderung zumindest teilweise visuelle Informationen zurückgeben sollen. Dazu gehören Implantate, die elektrische Signale an die Netzhaut oder das Gehirn senden, sowie Systeme, die Kamerabilder in taktile oder akustische Hinweise umwandeln. Die erzeugten Sinneseindrücke unterscheiden sich stark von natürlichem Sehen: sie sind oft gröber, bestehen aus hell-dunkel-Mustern oder einfachen Formen und erfordern viel Übung, um interpretiert zu werden. Solche Technologien können blinden Menschen helfen, Hindernisse zu erkennen, Lichtquellen oder große Kontraste wahrzunehmen und einfache Orientierung im Raum zu gewinnen. Wichtig sind hierbei Operationen, Anpassungsphasen und Rehabilitation, damit die Nutzer lernen, die neuen Signale sinnvoll zu nutzen. Forschung verbessert kontinuierlich Auflösung, Energieeffizienz und Bedienbarkeit, doch vollständiges, natürliches Sehen bleibt derzeit selten erreichbar. Neben medizinischen Fragen gibt es ethische und soziale Aspekte, etwa wer Zugang zu teuren Technologien erhält und wie Erwartungen vermittelt werden. Insgesamt bietet künstliches Sehen Hoffnung auf mehr Unabhängigkeit für Betroffene und liefert zugleich wichtige Erkenntnisse über Wahrnehmung und Gehirnfunktion.