Die Pipeline 2024–2025 für IOP-unabhängige Neuroprotektion bei Glaukom
Gentherapien zur Bereitstellung neurotropher Signale werden ebenfalls untersucht. Ein innovativer Ansatz entwickelte eine permanent aktive Version...
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Test jetzt startenKomplementhemmung bezeichnet die gezielte Blockade eines Teils des Komplementsystems, einem wichtigen Teil der angeborenen Immunabwehr. Das Komplementsystem besteht aus mehreren Proteinen, die schnell auf Eindringlinge oder verletztes Gewebe reagieren und Entzündungen sowie Zellen zerstören können. Wenn diese Reaktion zu stark oder fehlgeleitet ist, kann sie gesunde Gewebe schädigen und Krankheiten verschlimmern. Komplementhemmende Medikamente verhindern diese überschießende Aktivität, indem sie Schlüsselproteine oder Rezeptoren ausschalten, die die Entzündungs- und Zellzerstörungswege auslösen. Dadurch wird Entzündung reduziert und Gewebe wird vor weiterem Schaden geschützt. Solche Wirkstoffe werden bereits bei bestimmten seltenen Erkrankungen eingesetzt und werden in der Forschung für weitere Krankheiten geprüft, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift. Ein wichtiger Vorteil ist die Möglichkeit, akute Schäden zu begrenzen und chronische Entzündungsprozesse abzubremsen, was Funktionsverlusten entgegenwirken kann. Allerdings schwächt Komplementhemmung einen Teil der Infektabwehr, weshalb das Risiko für bestimmte Infektionen steigt und sorgfältige medizinische Überwachung nötig ist. Ärzte wägen deshalb Nutzen und Risiko individuell ab und begleiten Behandlungen mit Vorsichtsmaßnahmen wie Impfungen oder Prophylaxe gegen bestimmte Erreger. Insgesamt bietet Komplementhemmung eine gezielte Strategie, um schädliche Entzündungsreaktionen zu dämpfen und dadurch Gewebe und Funktion zu erhalten.