Ist Glaukom erblich?
OPTN (Optineurin) und TBK1 (TANK-binding Kinase 1). Diese beiden Gene sind mit dem Normaldruckglaukom (NTG) verbunden, einer Form des...
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OPTN (Optineurin) und TBK1 (TANK-binding Kinase 1). Diese beiden Gene sind mit dem Normaldruckglaukom (NTG) verbunden, einer Form des...
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Test jetzt startenEin erbliches Glaukom ist eine Form des grünen Stars, bei der genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Beim Glaukom wird der Sehnerv geschädigt, oft durch erhöhten Druck im Auge, und das kann ohne Behandlung zur Erblindung führen. Wenn das Glaukom in einer Familie gehäuft vorkommt, spricht man von erblich bedingtem Glaukom, weil bestimmte Gene das Risiko erhöhen können. Das bedeutet nicht, dass Betroffene sicher krank werden, aber sie haben eine höhere Wahrscheinlichkeit im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung. Verschiedene Gene und Veränderungen können beteiligt sein, und oft spielen auch Alter, Verletzungen oder andere Gesundheitsfaktoren eine Rolle. Die Kenntnis, dass ein Glaukom erblich sein kann, ist wichtig für Vorsorge: Familienangehörige sollten frühere und regelmäßige Augenuntersuchungen bekommen. Frühe Erkennung erlaubt Therapien, die den Augeninnendruck senken und das Fortschreiten des Sehnervenschadens verlangsamen. Genetische Tests können in bestimmten Fällen Auskunft über ein erhöhtes Risiko geben, ersetzen aber keine regelmäßigen Augenchecks. Für Betroffene ist es außerdem nützlich zu wissen, ob eine familiäre Ursache vorliegt, weil das Verhalten der Krankheit unterschiedlich sein kann. Forschung an erblichen Formen des Glaukoms hilft, neue Behandlungsansätze zu entwickeln und Verläufe besser zu verstehen. Deshalb kann das Gespräch mit Augenärzten und gegebenenfalls mit genetischen Beratungsstellen für Familien sinnvoll sein.