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Minimalinvasive Glaukomchirurgie

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minimalinvasive Glaukomchirurgie

Minimalinvasive Glaukomchirurgie beschreibt eine Gruppe von Operationsverfahren, die das Augeninnere schonender behandeln als klassische Eingriffe. Ziel ist es, den Druck im Auge zu senken, indem der Abfluss des Kammerwassers verbessert wird, aber mit kleineren Schnitten, weniger Gewebeverletzung und kürzerer Erholungszeit. Solche Eingriffe verwenden oft kleine Implantate oder spezielle Zugänge zum natürlichen Abfluss und werden deshalb häufig auch MIGS genannt. Sie sind besonders geeignet für Menschen mit leichtem bis mittlerem Glaukom oder für jene, die gleichzeitig eine Kataraktoperation benötigen. Weil die Eingriffe weniger belastend sind, gehen sie meist mit einem geringeren Risiko für schwere Komplikationen einher und erlauben schnellere Rückkehr zu normalen Aktivitäten. Gleichzeitig haben sie Grenzen: Sie senken den Augeninnendruck oft nicht so stark wie größere Operationen und sind nicht immer die richtige Wahl bei fortgeschrittenem Verlust des Sehnervs. Die Entscheidung für diese Art der Behandlung berücksichtigt Lebensstil, andere Erkrankungen, bisherige Therapien und die persönliche Risikoabwägung. Für viele Patientinnen und Patienten bedeutet diese Option aber eine bessere Balance zwischen Wirksamkeit, Sicherheit und Lebensqualität. Deshalb spielen minimalinvasive Verfahren eine immer größere Rolle bei der individuellen Behandlung von Glaukom.