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klinische Endpunkte
Klinische Endpunkte sind messbare Ergebnisse in medizinischen Studien, die zeigen, ob eine Behandlung wirkt oder nicht. Das können harte Ereignisse wie Tod oder Herzinfarkt sein, aber auch funktionelle Werte wie Beweglichkeit, Laborwerte oder Berichte der Patientinnen und Patienten über ihr Wohlbefinden. Forscher legen vor Beginn einer Studie fest, welche Endpunkte besonders wichtig sind; davon hängt ab, wie die Studie geplant, wie viele Teilnehmende sie braucht und wie lange sie laufen muss. Man unterscheidet meist den primären Endpunkt, der die wichtigste Frage beantwortet, von sekundären Endpunkten, die zusätzliche Informationen liefern. Es gibt außerdem sogenannte Surrogatendpunkte, das sind Labor- oder Messwerte, die für ein späteres klinisches Ergebnis stehen sollen, aber nicht immer direkt das Erleben der Betroffenen abbilden.
Die Wahl passender Endpunkte ist wichtig, weil sie bestimmt, ob ein Ergebnis statistisch signifikant und vor allem klinisch relevant ist — also ob es wirklich einen Unterschied für die Betroffenen macht. Regulierungsbehörden und Ärztinnen und Ärzte stützen sich auf diese Endpunkte, wenn sie entscheiden, ob ein neues Medikament zugelassen oder empfohlen wird. Außerdem helfen Endpunkte, Nebenwirkungen sichtbar zu machen und die Sicherheit einer Therapie abzuschätzen. Für Patientinnen und Patienten ist wichtig zu wissen, welche Endpunkte in einer Studie gemessen werden, um einzuschätzen, ob die Ergebnisse für ihre Situation passen. Insgesamt sind klinische Endpunkte das zentrale Messinstrument, um medizinische Fortschritte objektiv zu bewerten und Entscheidungen in der Versorgung zu treffen.