Einleitung Glaukom ist eine Hauptursache für irreversible Erblindung, gekennzeichnet durch den fortschreitenden Tod retinaler Ganglienzellen (RGCs) un...
Autophagie Seneszenz Glaukom bezeichnet das Zusammenspiel von zellulären Reinigungsprozessen, altersbedingten Zellveränderungen und einer Augenerkrankung, bei der der Sehnerv geschädigt wird. Autophagie ist der Mechanismus, mit dem Zellen beschädigte Teile abbauen und recyceln, um gesund zu bleiben. Seneszenz bedeutet, dass Zellen in einen dauerhaften Ruhezustand wechseln und nicht mehr richtig arbeiten, aber Entzündungsstoffe freisetzen können. Beim Glaukom geht es vor allem um erhöhten Augeninnendruck und den Verlust von Nervenfasern am Sehnerv, was schleichend zur Erblindung führen kann. Diese drei Faktoren hängen zusammen, weil gestörte Autophagie und zunehmende Seneszenz in den Zellen des Auges die Verletzlichkeit des Sehnervs erhöhen.
Wenn die Reinigungsprozesse der Zellen schwächer werden, sammeln sich schädliche Proteine und defekte Mitochondrien an, was Stress und Entzündungen fördert. Alterszellen verändern das Umfeld im Auge und können die Flüssigkeitsabfuhr stören, was den Augeninnendruck erhöht. Das macht die Erforschung dieser Zusammenhänge wichtig, denn sie eröffnet neue Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung des Glaukoms. Behandlungsstrategien könnten darauf abzielen, Autophagie zu stärken oder seneszente Zellen zu entfernen, um den Sehnerv besser zu schützen. Wer die Mechanismen versteht, hat bessere Chancen, Therapien zu entwickeln, die das Fortschreiten der Erkrankung verzögern oder die Sehkraft erhalten.